with every second we grow

25.10.16


Ich sitze im Bus von Hannover nach Kiel. 33 Stunden. Gerade mal so viel Zeit blieb mir, um zu Hause zu sein.
Nicht genug, um alles zu machen, was ich mir vorgenommen habe.
Nicht genug, um viele Freunde wiederzutreffen. Ich weiß, ich kann jederzeit wiederkommen. Aber es ist nicht das Gleiche. Nie anzukommen. So fühlt es sich an. Das Gefühl, sich zwischen zwei Orten zu verlieren, obwohl man glaubt zu wissen, wohin man eigentlich gehört. Weiß ich das denn?

Home is where your heart is. Das macht die Sache ziemlich eindeutig. Aber wenn ich in den Bus einsteige, fühlt es sich jedes Mal wie ein Abschied an. Weil ich nicht weiß, wann ich wiederkomme. Am liebsten jede Woche. Das wäre schön, aber ich weiß auch – das ist ziemlich unrealistisch.
Ich fühle mich nicht allen Veränderungen gewachsen.
Zwischen all dem Stress, den Forderungen, denen ich mich im Studium gestellt fühle, ist es vor allem das Altvertraute, das mir die größten Schwierigkeiten bereitet. Ich treffe im Bus nicht zufällig Leute, die ich kenne, ich werde morgens nicht von dem Geruch von Kaffee geweckt, weil ich erst selber aufstehen muss, um Kaffee zu kochen - diese ganzen Kleinigkeiten, die so selbstverständlich waren, fehlen. Ich weiß, ich bin damit nicht alleine.
Es gibt so viele, die für ihr Studium wegziehen und auch vorerst keine Wohnung finden. Die ersten Tage waren eine komplette Überforderung. Ständig Koffer packen, umziehen, Sachen verstauen und nicht wiederfinden, schon wieder Koffer packen.

Irgendwann werde ich mich in Kiel wahrscheinlich gut eingelebt haben. Das ist gut. Aber gleichzeitig beängstigend. Vielleicht möchte ich das ja gar nicht. Vielleicht habe ich Angst davor, Hannover zu verlieren. Andere schaffen das scheinbar mühelos. Entweder fühlen sie sich am neuen Ort sofort wohl, oder aber sie fahren so häufig nach Hause, dass es sich nur anfühlt wie ein kleiner Urlaub. Ich kenne viele, die für ein Jahr ins Ausland gehen.
Und dann ist das ihre Heimat. Ein Jahr lang. Eine absehbare Zeit.
Ich weiß: das wird für mich die nächsten sechs Jahre so weitergehen. Und zwischendurch geht es immer nach Hause. Andere schaffen das auch. Ich bin zu sensibel für so etwas.
Es ist paradox.
Weil ich nicht weiß, ob ich mich daran gewöhnen möchte.

Romper Zaful* | Schuhe Asos |  Tasche Zaful* | Armband Zaful* | Sonnenbrille Zaful*

Inzwischen habe ich mich wieder etwas fangen können. Die letzte Woche war ich so gestresst, dass ich vor lauter Stress nicht mal weinen konnte, obwohl ich es echt gerne getan hätte. Die meisten, die mich kennen, wissen auch einfach, dass ich ziemlich schnell einen Nervenzusammenbruch kriege, grundlos Panik schiebe und total nervös werde, wenn mir etwas nicht schnell genug geht.
Aber ich mache gerade eine Veränderung durch, auf die ich mich mein halbes Leben gefreut habe. Der Gedanke daran, dass ich tatsächlich das mache, was ich mir immer gewünscht habe, macht alles so viel erträglicher. Wenn ich morgens in der Vorlesung sitze, kann ich mein Glück immer noch nicht fassen.

Das Leben kann manchmal so faszinierend sein. Mit jeder Sekunde wachsen wir. Mit jeder Geschichte, mit jedem Kampf, mit jedem Rückschlag.
Aber ich glaube immer noch an Happy Endings. Und am Ende sind wir glücklich über jede Veränderung.
Egal ob negativ oder positiv.
Egal wie enttäuscht und niedergeschlagen wir sind - oder wie ruhmreich, glamourös und tapfer.
Es gehört alles dazu und das beruhigt mich. Ein bisschen zumindest.

Love,
Christina ♥

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18 Kommentare

  1. wunderschönes outfit und toller text! die tasche ist mega cool :)

    Sandy www.golden-shimmer.blogspot.de

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    Would you like to follow each other? :)
    http://theloth.blogspot.com/

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  4. Sehr schönes Outfit! Und ein sehr wahrer Text!
    <3 michelle // covered in copper

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  5. Deine Einstellung ist so wunderbar und gleichzeitig so wichtig. Man darf nie die Hoffnung auf ein Happy End aufgeben!! So ein schöner Beitrag von dir, untermalt mit wunderbaren Bildern.

    Liebe Grüße,
    Kathleen von www.kathleensdream.de

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    XOXO - Lovingrose_
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  7. Das Outfit sieht super aus!
    Das was du geschrieben hast kann ich gut nachvollziehen.

    Liebst,
    Sarah x
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  8. Wow! Great words! I like reading your posts, although I don't understand german as good as a native. Your outfit is son nice! I love all black looks!

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  9. Liebe Christina, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut und ich verspreche dir: Es geht vorbei! Du wirst ankommen. Du wirst ein Zuhause und eine Heimat haben und irgendwann wird es okay sein nur noch ab und zu in die Heimat zu fahren. Sei stolz auf deinen Mut so einen großen und wichtigen Schritt in Richtung eigenes Leben gegangen zu sein! Und du hast recht: Man wächst und vor allem wächst man in alles hinein! Fühl dich gedrückt!
    Liebe Grüße Anne
    PS: Wunderschöne Bilder!
    https://trustyourgut1.blogspot.de/

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  10. Das Outfit ist wunderbar und der Text ist außerordentlich schön geschrieben!

    Liebste Grüße,
    Rina von https://darlingrina.wordpress.com/2016/10/28/samt-velvet-from-head-to-toe/

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  11. Richtig schöner Text und ich kann richtig nachvollziehen wie du dich fühlst!
    Im Sommer geht es für mich aus Kiel weg nach Bremen und ich bin mehr als nur nervös ob ich das mit dem Abstand zu meiner Familie packe!

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